Super-G-Frauen sind beim Ski-Weltcup 2025 in La Thuile unterwegs

Datum:

Speed-Comeback gab es für die ÖSV-Athletin Julia Scheib und nach dem zweiten Super-G-Tag kamen zwei Italienerinnen und eine Französin im Hundertstel-Krimi auf den Podest.

Endspurt vor dem Weltcup-Finale in Sun Valley

Am Freitagvormittag, den 14ten März 2025, setzt sich der zweite Super-G-Renntag von La Thuile fort.

Der zweite Super-G in La Thuile entwickelte sich zum Hundertstel-Krimi. Die 34-jährige Italienerin Federica Brignone sorgte für eine Vorentscheidung im Gesamt-Weltcup mit ihrem Sieg von minimal einer Hundertstelsekunde vor ihrer Teamkollegin Sofia Goggia. Die Französin Romane Miradoli ist mit nur fünf Hundertstel Sekunden dahinter auf dem dritten Stockerl gelandet. Federica Brignone führte bereits vier Rennen vor Schluss im Rennen um die große Kristallkugel.

01. Federica Brignone, ITA57:95
02.Sofia Goggia, ITA+ 0:01
03.Romane Miradoli, FRA+ 0:05

Die beste österreichische SKI-Athletin war am zweiten Tag der Super-G die aus der österreichischen Gemeinde Moeggers kommende 30-jährige Vorarlbergerin Ariane Rädler in der Zeit von + 0:64 Sekunden. Sie landete dabei auf dem siebenten Platz.

Die am Donnerstag auf dem Weg zum Sieg gestürzte Cornelia Hütter erzielte letztendlich den Rang 15 mit +0,74. Die Weltmeisterin Stephanie Venier mit +1,02 kam auf Platz 18 und Mirjam Puchner mit +1,14 auf Platz 20. Weitere Weltcup-Punkte gab es auch für die 23-platzierte Magdalena Egger mit 1:37 und für die 29-platzierte Stephanie Brunner mit +2:20. Allerdings am zweiten Super-G-Renntag kam Julia Scheib mit +2:50 auf den 35sten Platz, nach ihrem Speed-Comeback nicht in die Top 30, sowie die 26-jährige Villacherin Nadine Fest mit 2:27 auf Platz 32.

La Thuile ist die letzte Station der Damen vor dem Weltcup-Finale in Sun Valley. Am Donnerstag, den 13ten und Freitag, den 14ten März 2025, finden – statt der geplanten Abfahrt – zwei Super-Gs statt.

01. Emma Aicher, GER-SWE57:89
02.Sofia Goggia, ITA+ 0:06
03.Federica Brignone, ITA+ 0:39

Deutsch-schwedische Ski-Rennläuferin Emma Aicher gewann ersten Super-G-Tag in La Thuile

Emma Aicher ist am 13ten November 2003 in Sundsvall, Schweden geboren. Die 21-jährige deutsch-schwedische Skirennläuferin gehört aktuell dem A-Kader des Deutschen Skiverbandes an. Ihre Schwerpunkte sind im Slalom und Riesenslalom und geht mittlerweile auch in den Speed-Disziplinen Abfahrt und Super-G an den Start. Am Donnerstag, den 13ten März 2025, gewann sie den ersten Teil des Super-G-Doppels in La Thuile und feierte damit ihren zweiten Weltcupsieg. Aicher erreichte mit 57,89 Sekunden eine Bestzeit. Im oberen und im untersten Streckenabschnitt nahm sie allen anderen Starterinnen wertvolle Zehntelsekunden ab, darunter Super-G-Weltmeisterin Stephanie Venier aus Österreich (+ 1,25) sowie die im Super-G-Weltcupwertung führende Schweizerin Lara Gut-Behrami (+ 0,47). Brignone kam im Harakiri-Stil näher an Gut-Behrami ran.

Die beiden Italienerinnen Sofia Goggia und Federica Brignone kamen auf die Plätze zwei und drei

Nur die beiden Italienerinnen Sofia Goggia (+0,06) und Federica Brignone (+0,39) erreichten noch die anderen beiden Top-Podestplätze. Sofia Goggia verlor die entscheidenden Hundertstel erst auf den letzten Metern. Federica Brignone ist die Gesamtweltcup-Führende mit einer Harakiri-Fahrt. Aber sie leistete sich im Mittelteil einen schweren Fehler,.machte im Kampf um die kleine Kristallkugel im Super G aber ein paar Punkte auf Gut-Behrami gut und durfte sich im Ziel trotzdem von den vielen italienischen Skifans feiern lassen.

Es gibt zwei Top-10-Plätze für die ÖSV-SKI-Athletinnen

Die achtplatzierte Ariane Rädler gilt dabei als beste Österreicherin und Stephanie Venier kam auf Platz zehn. Die nächste ÖSV-Athletin Christina Ager landete dicht dahinter auf Platz elf. Mirjam Puchner erreichte letztendlich Platz 16, Nadine Fest wird 21te und Julia Scheib erzielte den Platz 26. Cornelia Hütter kam auf Bestzeit-Kurs unverletzt zu Sturz, während Stephanie Brunner und Magdalena Egger außerhalb der Punkteränge landeten.

Schwierige Bedingungen gab es bei den zwei Super-G-Rennen

Die 26-jährige Steirerin Julia Scheib erzielte ein gutes Comeback in den Super-G, obwohl nicht gerade die besten Bedingungen vorlagen. Mit Risiko und fast fehlerfrei erreichte Scheib den 26ten Platz.

Davor kam die SKI-Alpinistin Sofia Goggia auf den zweiten Platz und war mit ihrer Leistung sehr zufrieden, trotz der großen Schwierigkeiten auf dem Schnee zu fahren, was sie zum Limit brachte, sagte sie anschließend. Magdalena Egger fuhr als erste von drei verbleibenden Österreicherinnen und erreichte den 28ten Platz. Die nächste ÖSV-Fahrerin Christina Ager hatte bemerkenswert wenig Rückstand, wachsen tut sie dennoch. Die Tirolerin Christina Ager erzielte Platz elf.

Zuvor war die ÖSV-Steirerin Cornelia Hütter gut unterwegs, stellte Aichers Fabellauf im oberen Teil in den Schatten und ist damit auf Siegkurs, bis sie kurz vor dem Schlussteil sich verschneidet, eindreht und schließlich stürzte. Die ÖSV-Fahrerin Cornelia Hütter rutschte bis ins Fangnetz und sagte anschließend dazu, sie habe zuerst ihre Knie gecheckt, danach bestätigte sie, es sei alles gut. Sie habe sich mehr dabei weh getan, so schnell bis dahin war. Die ÖSV-SKI-Athletin aus Villach Nadine Fest verlor bis zur zweiten Zwischenzeit rund 1,5 Sekunden. Die Villacherin landete schließlich am Ende des Klassements.

Die US-Amerikanische SKI-Athletin Lindsey Vonn stürzte bereits beim zweiten Tor und rutschte dutzende Meter weiter. Nach der ersten Schrecksekunde stand sie danach selbst wieder auf, ohne größere Verletzungen. Die ÖSV-SKI-Athletin Mirjam Puchner hielt nach ihrem Start bei den ersten beiden Zwischenzeiten ihr Rückstand in Grenzen, dann wächst ihr Rückstand aber über eineinhalb Sekunden rasant an und erzielte den Platz 14.

ÖSV-SKI-Athletin Stephanie Brunner war als vorletzte Läuferin an der Reihe. Ihr Rückstand beträgt zur zweiten Zwischenzeit bereits über zwei Sekunden, das mit Platz 32 nur knapp nicht für entsprechende Weltcup-Punkte reichte.

Die ÖSV-SKI-Athletin Stephanie Venier sagte nach dem ersten Super-G-Renntag:

„Mich hat es heute gefühlt zu sehr zu den Toren gezogen. Ich bin zu aggressiv gefahren, mit zu viel Gewalt. Unten hab ich mir dann sowieso die Schneid abkaufen lassen. Ich bin nicht gescheit ins Fahren gekommen“

sagte Stephanie Venier.

Die 26-jährige Ski-Alpinistin Julia Scheib erweitert ihr Weltcup-Repertoire

Neben dem Riesentorlauf will die österreichische Ski-Alpinistin in Zukunft auch in Speed-Bewerben an den Start gehen. Die 26-jährige SKI-Alpinistin strebt dabei den Super-G als zweite Disziplin an und plant in dieser Woche Mitte März 2025 in La Thuile damit zu starten, so hieß es laut den Informationen des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV).

Julia Scheib erreichte bei ihrem letzten Europacup-Super-G 2024 Platz 12

Im Jänner 2021 beendete sie ihren bisher einzigen Weltcup-Super-G in Garmisch auf Platz 28. In der Folge bremste sie ihre Speed-Ambitionen, aufgrund eines Kreuzband- und Meniskusrisses beim Europacup-Bewerb in Berchtesgaden und einer rund zweijährigen Verletzungspause. Davor stand sie bereits beim Europacup dreimal auf dem Podest, und im Februar 2024 wurde sie bei ihrem bisher letzten Europacup-Super-G im italienischen Sarntal Zwölftplatzierte.

„Den Super-G dazu zunehmen, kann schon mehrere Vorteile mit sich bringen. Zum einen ist es gut für den Riesentorlauf, damit ich mich als Athletin weiterentwickeln kann. Zum anderen hat man einfach mehr Renneinsätze. Mit einer Disziplin hat man teilweise schon sehr lange Weltcup-Pausen, um da besser im Rhythmus zu bleiben, ist das sicher sehr gut“,

sagte Julia Scheib.

Julia Scheib startet an der Super-G in La Thuile

Start ist am Donnerstag, den 13ten März 2025, in La Thuile. Die Steirerin Julia Scheib gab beim ersten von zwei Super-Gs im italienischen La Thuile ihr Speed-Comeback. Sie reiste bereits am Vortag, Mittwoch, den 12ten März 2025, nach starken Trainingsleistungen an. Ihre Teilnahme an der Super-G entschied sie bereits am vergangenen Samstag, den achten März 2025, beim Gespräch mit ihrem Damen-Cheftrainer Roland Assinger. Nur die Abfahrt sei für Julia Scheib derzeit noch kein Thema und eine Nummer zu groß.

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