In Rio 2016 holte Tanja Frank Österreichs erste Olympia-Medaille und im Jahr 2025 beendet die österreichische Seglerin ihre sportliche Karriere.
Segeln als Freizeitsport forcieren
Tanja Frank gewann 2016 in Rio Olympia-Bronze und war 2020 in Tokio sowie für 2024 in Paris qualifiziert. Sie möchte in Zukunft dem Sport auch weiterhin verbunden bleiben, aber weniger reisen. Die 32-jährige Wienerin verlässt das Segelboot mit einem guten Gefühl.
„Ich kann das Kapitel mit einem guten Gefühl schließen. Die Entscheidung zu fällen ist mir nicht leicht gefallen, den Entschluss laut auszusprechen noch weniger. Aber ich kann mich glücklich schätzen, dass ich diese Entscheidung so treffen konnte. Ich habe keine Verletzung, keine mentalen Probleme oder ähnliches – es war kein Muss“,
sagte die Seglerin Tanja Frank aus Wien.
Das war ein absoluter Karriere-Höhepunkt für Tanja Frank
„Das ist jetzt schon fast zehn Jahre her, aber ich denke noch immer sehr oft daran zurück. Es war in den Jahren danach immer meine Motivation, wenn es einmal nicht so gut gelaufen ist“,
sagte Tanja Frank.
Der Medaillen-Bann ist gebrochen mit der Bronze-Medaille für Zajac und Tanja Frank. Am 16ten August 2016 holte Tanja Frank als Vorschoterin gemeinsam mit Steuermann Thomas Zajac in Rio Olympia-Bronze in der Nacra-17-Klasse. Das Duo erlöste damals die österreichische Sport-Nation. Denn es gab bereits im Jahr 2012 in London keine olympische Medaille für Österreich. Diese Bronze-Medaille im Segelsport war in Rio die einzige Medaille für Österreich. Es war mehr, als ein Traum, der in Erfüllung ging, sagte die Olympische Seglerin Tanja Frank.
„Ich bereue nichts – auch nicht, dass ich den harten Weg gewählt habe“,
sagte Tanja Frank.
Als Steuerfrau zur Olympia fahren
Nach ihrem Olympia-Sieg in Bronze wechselte sie das Boot und trennte sich von Zajac, weil sie diesen Schritt machen musste. Sie wollte wieder an das Steuer und sehen, ob sie es auch als Steuerfrau zur Olympia schaffe, sagte sie. Sie erreichte dieses Ziel bei der Olympia 2020 in Tokio gemeinsam mit Lorena Abicht in der 49erFX-Klasse am Start. Im Jahr 2024 in Paris nahm sie wieder in der Nacra-17-Klasse an der Seite von Lukas Haberl teil.
Aus dem professionellen Segel-Leistungssport zurückgezogen
Es gab einige Gründe für die Wienerin Tanja Frank sich aus dem Segelsport zurückzuziehen. Seit ihrem Kindesalter von erst zweieinhalb Jahren habe sie ein Boot der Klasse Optimist gesteuert. Ihre Mutter war damals Besitzerin einer Segelschule. Tanja Frank habe nun nicht mehr so viele Optionen gesehen. Aber auch zwölf Jahre durchgehend Olympia-Kampagnen durchzuziehen seien derzeit einmal genug, sagte sie.
Ihre Freude bleibt beim Segelsport aufrecht
„Ich werde nach wie vor oft am Neusiedlersee sein. Und wenn ich will, kann ich immer segeln gehen. Das Freizeitsegeln mit Freund*innen kann man schon anders genießen“,
sagte Tanja Frank..
Die Heeressportlerin und Spitzensportlerin im Segelsport ist auch Absolventin eines abgeschlossenen MBA-Studiums in Sport. Sie könne sich gut vorstellen, dem Sport beruflich verbunden zu bleiben, sagte sie. Aber konkrete weitere berufliche Pläne gibt es für die Spitzensportlerin noch nicht. Derzeit möchte sie allerdings auch noch nicht als Trainerin im Segelsport-Team arbeiten, weil sie aktuell nicht so viel reisen will. Sie bevorzuge es aktuell, die Zeit mehr zu Hause genießen und vielleicht eine Familie gründen, sagte sie abschließend.